23. September 2021

«Freiheit in der Krise» – Beeindruckender Bildband mit kritischen Stimmen

Die Freiheit befindet sich in der Krise – wer würde das leugnen? Seit über einem Jahr sind sämtliche Grundrechte eingeschränkt. Die verordneten Corona-Maßnahmen nötigen das Individuum, sich dem Staat unterzuordnen, ihm zu gehorchen und die scheinbare Alternativlosigkeit der Politik zu akzeptieren. Vierzehn Monate regiert sie nun per Zwang. Vierzehn Monate verbreitet sie mit Hilfe der Leitmedien das Narrativ, die Einschränkung der Berufs-, Reise- und Versammlungsfreiheit sei notwendig, um ein gefährliches Virus daran zu hindern, das Gesundheitssystem lahmzulegen.

Genauso lange bemühen sich kritische Stimmen, eine andere Sicht auf die angebliche Pandemie zu geben. Sie recherchieren, klären auf und zeigen öffentlich Gesicht. Von diesen Menschen handelt der Bildband «Freiheit in der Krise» von Alexander Heil. Auf über 190 hochwertigen Fotografien im Großformat sind Personen abgelichtet, die sich in der Widerstandsbewegung in der einen oder anderen Weise verdient gemacht haben: Fachärzte, Virologen, Juristen, Journalisten, Wissenschaftler, Publizisten, Geistliche. Vertreten ist alles, was Rang und Namen hat. Internist Claus Köhnlein und Mikrobiologe Sucharit Bhakdi gehören genauso dazu wie Moderator Jens Lehrreich, Rechtsanwältin Viviane Fischer oder der Polizist Michael Fritsch. 

Historiker Daniele Ganser

Fotograf Alexander Heil porträtiert sie in ihrer Arbeitsumgebung, folgt ihnen mit seiner Kamera bis in den privaten Raum und fängt Momente ein, in dem sie ungestört in Gedanken versinken. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist ein Schwarz-Weiß-Bild von dem Historiker Daniele Ganser, der mit geschlossenen Augen auf einer Treppe sitzt und sein Kinn auf beiden Händen abstützt. Sein entspannter Gesichtsausdruck verrät, dass er gerade in sich geht und gleichsam meditativ eine Pause von der Außenwelt nimmt. Der Ökonom Max Otte hingegen steht auf einem Farbbild seitlich vor einer riesigen Privatbibliothek, den Blick nach vorne richtend, aber nach innen schauend. Man spürt förmlich, wie sein Geist arbeitet.

Persönliche Statements

Flankiert werden diese Bilder von persönlichen Statements. Darin sprechen diese Kritiker von ihren Erlebnissen während der Corona-Krise, beschreiben die Faktenlage, verweisen auf Kollateralschäden, warnen vor einem Überwachungsstaat oder erklären, warum sie sich für die Freiheit einsetzen. In dem Vorwort zum Bildband bezeichnet Dr. Wolfgang Wodarg sie als Menschen, die Mut machen, „weil sie in Frage stellen und umsichtig und offen berichten. Mit einer Fluss-Metaphorik unterscheidet er diese gegen den Strom Schwimmenden von denen, die sich haben „täuschen lassen“ und „schon weit abgetrieben“ sind.

Journalist Boris Reitschuster

Einer dieser mutigen Menschen ist der Journalist Boris Reitschuster, der sich von den unzähligen Schmutzkampagnen nicht einschüchtern lässt und auf der Bundespressekonferenz weiterhin kritische Fragen stellt. „Die Diffamierungen schmerzen zwar, aber ich halte sie aus“, heißt es in seinem Statement. „Auch wegen der sehr, sehr zahlreichen Unterstützung. Wir sind viele. Nur nicht so laut.“ Der Rechtsmediziner Klaus-Dieter Püschel erzählt, wie er am Universitätsklinikum Hamburg entgegen der Empfehlung des Robert Koch-Instituts trotzdem sogenannte «Coronatote» obduzierte. „Das kann doch nicht wahr sein, dachte ich. Menschen erkranken und sterben, und wir Ärzte sollen uns auf Abstrichuntersuchungen, Ausgrenzung (Quarantäne), Registrieren/Melden/Zählen sowie im Hinblick auf die Toten auf Hygiene/Infektionsschutz und das Verpacken der toten Körper in Plastiksäcke (Body bags) beschränken“, so der Facharzt.

Zeitgeschichte auf 352 Seiten

Mutige Menschen – das sind während der Corona-Krise auch die vielen Demonstranten. Auch sie bekommen in dem Bildband einen großen Raum. Alexander Heil konzentriert sich vor allem auf die beiden großen Berlin-Demonstrationen im August und montiert zwischen die Porträts Fotos von teils fröhlichen, teils erschöpften Menschen, die jene Veranstaltungen prägten. Mit Schildern, Transparenten und Fahnen bewegen sie sich in der Menge und fordern ihre Freiheit zurück. Mal tanzen Breakdancer vor dem Sowjetischen Ehrenmal, mal bildet eine bunte Truppe umarmend einen Kreis und feiert. Es sind Momentaufnahmen, die stimmungsvoll wiedergeben, was die August-Demonstrationen waren: überwältigende Friedensfeste.  

«Freiheit in der Krise» entfaltet auf 352 Seiten ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte, in dem alternative Meinungen zur Corona-Krise konserviert sind. Der Bildband dokumentiert eine Bewegung, die das Potenzial hat, die gesellschaftliche Fehlentwicklung umzulenken. In zwanzig Jahren wird er an eine Zeit erinnern, als der freiheitliche Geist seine verloren geglaubte Kraft wiedererlangte und eine neue Epoche einleitete.

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Ein Gedanke zu “«Freiheit in der Krise» – Beeindruckender Bildband mit kritischen Stimmen

  1. Herr Zentner!
    Eine sehr schöne Zensur zum Coffee-Book von Alexander Heil.
    M. E. sollte es in jedem Wartezimmer ausliegen, wo, bei Ansicht, zur Begierde des Inhalts geweckt wird.
    Nach dem ersten Exemplar habe ich weitere, zum Verschenken, an Gleichgesinnte hinzugekauft.
    Ein tolles Werk zur Dokumentation der Zeitgeschichte!

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