Zweite Auflage des Friedensfestes – Protestmusiker treten im Berliner Mauerpark auf

Am 6. August lädt die Initiative «Wir sind Viele» im Berliner Mauerpark zur zweiten Auflage des Friedensfestes ein. Das Musik-Event findet im Rahmen der Aktion «Woche der Demokratie» (ab 30. Juli) statt, in der täglich mehrere Kundgebungen, Umzüge und Informations- wie Diskussionsveranstaltungen geplant sind. Um die Protestreihe mit guter Laune und viel Energie abzuschließen, setzt «Wir sind Viele» auch dieses Mal auf viele Künstler, die in ihren Songs nicht nur die Corona-Politik kritisieren, sondern auch positive Stimmung verbreiten. Moderieren wird die Veranstaltung wieder der DJ und Aktivist Captain Future. Unterstützung erhält er dabei von Sängerin und Schauspielerin Bettin aus Berlin, auch bekannt als Coronita.

Das Line-up liest sich wie ein Who’s who der gegenwärtigen Protestmusik. Viele der Künstler waren schon beim ersten Friedensfest im Juni vertreten, als alle Teilnehmer gemeinsam feierten und ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung setzten. Unter diesem Motto steht auch die zweite Auflage des Events, an dem verschiedene Musikgenres aufeinandertreffen. Wieder mit dabei ist der Berliner Chansonsänger und Liedermacher Karsten Troyke. Während er das Publikum zum Klatschen und Tanzen animieren wird, bietet Björn Banane mit seinen humorvollen Protestsongs Zeilen zum Mitsingen an. Zu den Musikern der Auftakt-Veranstaltung gehört außerdem der Rapper und Gitarrist Lui Koray, der am 6. August mit der Sängerin Zulia im Duett auftritt.

Fehlen werden auch die Rapbellions nicht. Repräsentierten bei der ersten Veranstaltung noch Lapaz, Bustek und SchwrzVyce das Rapkollektiv, tritt das Rudel nun zu fünft auf. Als Verstärkung reisen Holy Smokez, Twanie und Antinorm an. Sie ersetzen SchwrzVyce, der am 6. August nicht dabei sein kann. Als neue Gesichter auf dem Musikfest wird zudem der britische Musiker und Gitarrist Guy Dawson die Bühne betreten – sowie die Basis-Band, eine über 30-köpfige Truppe, die in verschiedenen Konstellationen oft vor der Gethsemanekirche ihre Songs spielt, wenn «Wir sind Viele» montags ihre Kundgebung abhält. Insgesamt fällt das Line-up etwas kleiner aus als bei der ersten Veranstaltung, damit sich die Künstler ohne Druck und Hektik ablösen können. „Das letzte Mal war die Taktung ein wenig zu eng“, sagt Captain Future.  

Info-Stände und Kinderprogramm

Gegenüber der Bühne werden sich dieses Mal Info-Stände mehrerer Initiativen aufreihen, um die Gäste auf ihre politische wie zivilgesellschaftliche Arbeit aufmerksam zu machen. Hinweise darauf soll es bereits zwischen den Auftritten geben, wenn Vertreter der jeweiligen Initiative zum Mikrofon greifen. Für ein Kinder-Programm ist ebenfalls gesorgt. Es wird Seifenblasen und Schminke geben, damit der Nachwuchs im Berliner Mauerpark genauso viel Spaß hat wie die Erwachsenen. Schließlich kommt das Event nicht nur als Friedens-, sondern auch als Familienfest daher, auf dem Jung und Alt, wie es Captain Future ausdrückt, „den Weltfrieden feiern soll, den wir vorher mit den Demos erreicht haben“.

Nach der ersten Veranstaltung im Juni habe es sehr gutes Feedback gegeben, so der Aktivist und DJ, der es sich auch dieses Mal nicht nehmen lassen wird, einige seiner Stücke aufzulegen. Ungefähr 1.000 Menschen sollen im Juni dem Friedensfest beigewohnt haben. Bis auf ein paar Pöbeleien der Gegendemonstranten verlief es sehr entspannt. Einen ähnlichen Verlauf erwarten die Initiatoren am 6. August, hoffen aber auf noch mehr Zulauf. Aufgrund der diversen Veranstaltungen in den Tagen zuvor werden viele Menschen aus ganz Deutschland nach Berlin reisen, um die politische «Woche der Demokratie» hautnah zu erleben. Ein großer Teil dürfte danach noch in der Hauptstadt bleiben, weshalb das Team rund um «Wir sind Viele» mit einem großen Publikum rechnet. Viele Flyer wurden bereits verteilt, unter anderem auf Großevents wie «Rave the Planet» und dem «Christopher Street Day». Einem erfolgreichen und spaßigen Friedensfest steht somit nichts mehr im Wege.

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