Am kommenden Donnerstag eröffnet im Berliner Weltraum Salon die Ausstellung „Wasser“. Vom 11. Juni bis zum 22. August sind dort Werke der beiden Künstler Tina Zimmermann und Berthold Bock zu sehen, die sich auf je eigene Art mit dem Element beschäftigen. Beide verstehen die Ausstellung als „Huldigung“, als eine ehrfürchtige und kreative Auseinandersetzung mit dem flüssigen Stoff.
So sehr die Liebe zum Wasser die beiden Künstler verbindet, so sehr unterscheiden sie sich in der formalen Gestaltung. Während Bock sich im Stil der klassischen Malerei dem Element nähert, setzt Zimmermann auf eine medial-technische Ausdrucksweise. Präsentiert werden unter anderem Öldrucke digitaler Wassersymmetrien sowie eine Videoprojektion. Ermöglicht Letztere, in das flüssige Element kaleidoskopisch einzutauchen, zieht eine Brunnenskulptur aus geformten Austernschalen die Aufmerksamkeit auf die kunstvolle Stoffgestaltung.
Zimmermann, die seit über 30 Jahren Film- und Fotoaufnahmen vom Wasser sammelt, demonstriert in ihren Arbeiten einen spielerischen Ansatz. Sie greift das Element aus seinem natürlichen Umfeld heraus, um es so in Bewegung zu setzen, dass es nicht mehr horizontal fließt. Dadurch entsteht ein Formreichtum, der zur visuellen Meditation verführt. Auf den gleichen Effekt zielt Bock mit seinen Gemälden ab. Er fängt flüssige Momente in Öl ein, so real und eindringlich, dass das Wasser auf fast schon übernatürliche Weise räumlich und zeitlich wirkt.
Dadurch dass Bock die Bilder in einem Atemzug malt, wirken diese so lebhaft, dass die Betrachter zu sehen glauben, wie in der Wasserbewegung Wellen brechen. Sie tauchen mit ihrer Seele tief in das Meer ein und verlieren sich in dessen Weite. Es seien Kraftkammern gegen eine nicht nur durch immer höhere Geschwindigkeit überhitzte Umgebung, beschreibt Bock seine Bilder. Auf diese Weise wird das Wasser zu einem Sehnsuchtsort, zu einem Sinnbild für eine andere Welt.
Auf der Vernissage am Donnerstag haben Gäste die Möglichkeit, beide Künstler kennenzulernen und sich mit ihnen über die Werke austauschen. Die Eröffnung mündet nahtlos in die Veranstaltung „Schüttelreim versus KI – Challenge“. Hier werden zwei Phänomene gegenübergestellt, die sehr weit voneinander entfernt zu sein scheinen. Die Veranstaltung zeigt jedoch, dass es durchaus Gemeinsamkeiten gibt.
Ausstellung: Wasser. Eine Huldigung
Weltraum Salon
Pappelallee 4
10437 Berlin
Eröffnung: 11.Juni 2026, 17 Uhr
Ausstellung: 11.6.-22.8.2026
Öffnungszeiten: Mi – Sa 14-18 Uhr und nach Vereinbarung
