«Science for Hire» – Doku über Verflechtungen von Big Pharma und Forschungseinrichtungen

Wo das große Geld wuchert, ist die Korruption nicht weit. Das Kapital hat mittlerweile so gut wie alle gesellschaftlichen Bereiche durchdrungen und pervertiert, sodass die Interessen der Finanziers größeren Stellenwert einnehmen als die Leitsätze des jeweiligen Bereichs. Die Wissenschaft ist davon nicht ausgenommen, wie während der Corona-Krise offensichtlich wurde. Ein gutes Beispiel stellt der Umgang mit den Initiatoren der sogenannten Great Barrington Declaration dar. Es handelt sich um eine Erklärung, die renommierte Forscher 2020 in den USA verfassten. Darin sprachen sie sich für eine weitaus mildere Maßnahmen-Politik aus und legten dar, inwiefern die bisherige Herangehensweise angesichts der geringen Gefahr von SARS-CoV-2 unverhältnismäßig sei. Die harte Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Alle Beteiligten der Great Barrington Declaration wurden umgehend diffamiert und der Falschinformation bezichtigt, nicht nur von Wissenschaftseinrichtungen, sondern auch von der WHO und Politik.

Mit diesem Ereignis beginnt die zweistündige Dokumentation «Science for hire», die wie alle kritischen Filmproduktionen auf Portalen jenseits des Mainstreams zu sehen ist. Der wie eine Stellenanzeige klingende Titel gibt bereits zu verstehen, dass der Streifen sich mit der Käuflichkeit von Forschern und Wissenschaftseinrichtungen beschäftigt, wobei der Fokus auf den Medizinbereich liegt. Den Impuls zur Produktion lieferten die gesellschaftlichen Verwerfungen im Zuge der Corona-Krise, in der spätestens mit der Impfkampagne großen Teilen der Bevölkerung bewusstwurde, welche Macht die Pharmaindustrie tatsächlich hat. Ihr Geld hat in den letzten Jahrzehnten den Weg in die Politik gefunden und in die Medien, in die praktische Medizin und ja: in die Wissenschaft. Der Film weist das auf vielerlei Weise nach, indem er Studien zitiert, geheime Dokumente offenlegt und Forscher zu Wort kommen lässt, die den Betrieb und dessen Gepflogenheiten kennen.

Konzentration auf die USA

Obwohl «Science for hire» sich hauptsächlich auf die USA konzentriert, lässt sich schnell erkennen, dass die Strukturen weltweit die gleichen sind. Das System des profitgetriebenen Big-Pharma-Geldes bildet jenseits des Atlantiks lediglich die Spitze des Eisbergs. So soll beispielsweise die Lebensmittel- und Arzneimittelüberwachungsbehörde FDA 45 Prozent ihres Budgets von der Pharmaindustrie bekommen, heißt es in dem Film. Die international ausgerichtete WHO beziehe hingegen die Hälfte ihrer Einnahmen aus privaten Quellen, zu denen ebenfalls Pharmaunternehmen und ihre Organisationen gehören. Und die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), das US-amerikanische Äquivalent des Robert Koch-Instituts, besitze 56 Impfpatente.

Verschiedene Medikamente / Symbolbild

Wenn die Pharmaindustrie in den jeweiligen sozialen Bereichen mit seinem Geld präsent ist, bestimmt sie die Prozesse mit. Leitmedien halten sich mit Kritik zurück und unterlassen Recherchen, wenn Impfstoffe und Medikamente Nebenwirkungen zeitigen oder gar den Tod verursachen. Fachmagazine präsentieren nur Studien, die die Produkte gut aussehen lassen. Und in der Politik feilt man an Gesetzen, die den Pharmaunternehmen das Leben erleichtern. Wie das in der Praxis aussieht, veranschaulicht die Dokumentation anhand des 1986 in Kraft getretenen National Childhood Vaccine Injury Acts, mit dem in der Folge verboten wurde, Pharmaunternehmen zu verklagen – egal wie gefährlich das jeweilige Vakzin ist. Das Gesetz öffnete die Tür zu dem ganz großen Geschäft.

Gesetze für Big Pharma

Die gravierenden Folgen beschreibt im Film unter anderem Robert F. Kennedy Jr., der der Pharmaindustrie seit Jahren Paroli bietet. Einige Archivaufnahmen zeigen ihn noch als jungen Mann, der die Öffentlichkeit über die Gefahren der Konzerne und deren Verflechtungen mit politischen Institutionen aufklärt. Sie sollen, erfährt man in der Dokumentation, sogar das US-Justizministerium mit Geld so korrumpiert haben, dass es unterlässt, Ermittlungen gegen die Pharmaindustrie anzustellen. Die Zahl der Opfer ist aber groß. In teilweise emotionalen Interviews und Reden, die deren Angehörige halten, wird klar, dass sie mit ihren Klagen und Anliegen nicht durchdringen. Die Justiz lässt die Pharmaindustrie gewähren, weshalb sie lügt und betrügt, um Profite zu machen. In der Corona-Krise ist es nicht anders, wie Eltern bestätigen, deren Kinder nach der Impfung gestorben sind. Sie hätten der Regierung und deren Empfehlung geglaubt, sagen sie unter Tränen.

Einige Köpfe ragen in diesem System hervor. Eine entscheidende Rolle spiele laut Dokumentation Anthony Fauci. Der US-Immunologe ist Berater aller Präsidenten und ihrer Regierungen seit dem Kabinett von Ronald Reagan und fungiert seit 1984 als Direktor der National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), eines Forschungszentrums, das, wie im Film behauptet, den gesamten Genehmigungsprozess in der Arzneimittelbranche kontrolliert. Folglich treffe Fauci oftmals Entscheidungen zu Gunsten der Pharmaindustrie, wie der US-Immunologe in der Corona-Krise öffentlichkeitswirksam demonstrierte. Der Film erinnert jedoch daran, dass Fauci in der Anfangszeit von AIDS in den 1980er Jahren eine ebenfalls zweifelhafte Rolle spielte, als er lautstark für Medikamente trommelte und mithalf, die Krankheit aufzubauschen. PCR-Tests spielten damals genauso eine wichtige Rolle wie in der Corona-Krise.

Rolle von Anthony Fauci

Von Fauci zieht die Dokumentation Parallelen zu vorherigen Epidemien, den jeweiligen Gesundheitsinstitutionen und der gegenwärtigen Gain-of-Funktion-Forschung, die unter anderem in Kooperation mit chinesischen Einrichtungen erfolgt. Dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht, kritisieren mehrere Mediziner. Im Film berichten sie darüber, wie sie dafür drangsaliert werden. Morddrohungen und Angriffe sogenannter Internetkrieger stünden genauso an der Tagesordnung wie Cancel-Culture-Maßnahmen.

Viele der eingeblendeten Beiträge stammen aus Zoom-Meetings, teilweise sogar in schlechter Bild- und Ton-Qualität. Möglicherweise wäre es besser gewesen, die Personen für ein Interview einzuladen, damit sie ihre Aussagen noch einmal unter besseren Aufnahmebedingungen tätigen können. So wirkt der Film streckenweise ästhetisch schwer verdaubar, was bisweilen auch auf der kognitiven Ebene passiert, weil die Flut der Informationen überbordet. Obwohl er durchaus hätte straffer erzählt werden könnte, leistet er dennoch wichtige Aufklärungsarbeit. Wer die Dokumentation bis zum Ende schaut, bekommt einen authentischen Einblick in den Sumpf der Gesundheitsindustrie, deren Methoden sich mit denen der Mafia vergleichen lassen.

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